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Aktuell Schnupperlektion & mehr Salsa_Lexikon | DIE GEBURTSSTUNDE DER SALSA Die Gelehrten des Themas stimmen in einem überein: Der Begriff Salsa ist eine kommerzielle Kreation. Als in den frühen siebziger Jahren das Plattenlabel Fania seinen Musikern ein markanteres Profil geben wollte, brauchte es einen einfachen, treffenden Begriff, mit dem es möglich sein würde, ihr Produkt sofort zu identifizieren. ein einfaches Marktgesetz. Davor waren Begriffe wie Bembe, amor (Liebe), sabor(Geschmack), fuego (Feuer) und einige mehr aus der Umgangsprache der Latinos benutzt worden, um emotional und rhythmisch ansprechender Musik einen Namen zu geben. Diesmal war der auserwählte Begriff Salsa. Salsa als musikalische Bezeichnung war jedenfalls in der karibischen Musilgeschichte schon so früh present, dass Musikwissenschaftler davon ausgehen, dass sie zuerst bei Festen von schwarzen Sklaven auftauchte. Das überrascht nicht sonderlich, da auf diesem Flecken der Erde Musik und Tanz immer mit sozialer Kommunikation und dem Teilen von Essen verbunden war, das bei speziellen Anlässen entsprechend gewürzt wurde. Als Ignacio Pineiro 1928 in einem seiner Lieder die Phrase brauchte "echale Salsita" (nimm ein bisschen Sauce), deutete er damit den Ohrenschmaus an, der aus dem harmonischen Miteinander einer Vielzahl von Instrumenten entsteht. Eine aufregende instrumentale Sosse sollte es sein, die half, harte Realität und Alltag zu bewältigen. Sali de casa una noche aventurera buscando ambiente de placer y de alegria ay mi Dios, cuanto goce! En un sopor la noche pase, paseaba alegre nuestros lares luminosos y llegue al bacanal En Catalina me encontre lo no pensado la voz de aquel que pregonaba asi: "Echale salsita, echale Salsita, echale Salsita, echale Salsita" Eines Nachts ging ich abenteuerlustig aus dem Haus auf der Suche nach Vergnügen und Freude, oh, Gott, wie habe ich es genossen! Ich verbrachte die Nacht im Rausch, liss fröhlich die vertrauten Lichter zurück und fand mich in einer wahren Orgie wieder. In Catalina traf ich auf etwas Unerwartetes, eine Stimme die ausrief: "Nimm ein bisschen Sauce, nimm ein bisschen Sauce, nimm ein bisschen Sauce, nimm ein bisschen Sauce" SALSA AMALGAM DER RHYTMEN Für die meisten Zuhörer ist eine Pachanga, ein Son, eine Rumba, eine plena oder ein Guaguanco alles Salsa; der ChaChaCha, die guajira, der Mambo, die bomba, der Bolero und der Boogaloo sind ebenfalls Salsa. Machmal werden sogar sogar die venezolanische gaita, der Merengue aus der Dominikanischen Republik und die kolumbianische cumbia mit der Salsa in einen Topf geworfen. Da die Salsa eine Verschmelzung von Stilen und eine solch freie und unreglementierte Musik ist, ist sie fähig, wohin auch immer zu gehen. Sie soll Tribut an alle Götter, ohne sich auch nur einem unterzuordnen, da ihr einziges Ziel der ewige Tanz, ein profanes, wildes Vergnügen ist. So bietet die Salsa etwas für jedes Alter und jeden Geschmack: Salsa allein zum Tanzen (obwohl letztendlich auf jedes Stück getanzt werden kann); Salsa die Geschichten erzählt, Klatsch und Tratsch oder Schelmenmärchen; Salsa, die Romantisch, sentimmental, intim, erotisch ist; Salsa die rebellisch, nonkonformistisch, antiautoritär und antikolonialistisch ist; experimentelle Salsa; religiöse, mystische Salsa, die die santeria als Grundlage hat. da sie all das unter einem Dach vereint und aufgrund der emotionen, die sie weckt, hilft die Salsa den Armen, ein Identitätsgefühl zu entwickeln. In Panama-Stadt oder in Portobelo (Panama), in Caracas oder Maracaibo (Venezuela), in Guayaquil (Ecuador) oder in Santo Domingo (Dominikanische Republik). Sie wird gerne gehört und verehrt, sei es in Cali oder Barranquilla (Kolumbien), in San Juan, Santurce oder Ponce (Puerto Rico), in Lima (Peru), in Miami oder East Harlem. Aber nicht nur in den Städten, auch auf dem Land finden sich Menschen, die sich der Salsa verschrieben haben. Ueber 80 Millionen sind es wohl, die beim kleinsten Anzeichen einer Salsa-Party spüren, wie die schwarze Erbe in ihnen zu tanzen beginnt.
SALSA LEXIKON ALL STARS: Musikgruppe, die sich zu einem bestimmten Ereignis aus den herausragendsten Instrumentalisten und Sängern anderer Gruppen formiert. ANACAONA: Indigena-Führerin. Frau des Häuptlings Caonabo der ehemaligen Insel Hispaniola (heute Haiti und Dominikanische Republik).wie ihr Mann kämpfte sie gegen die Spanier und wurde auf Befehl des Ordenbruders Nicolas de Ovando, dem damaligen Gouverneur der Insel, erhängt. ARARA: afrokubanischer Kult, der von Sklaven, die aus der Region Dahomey in Afrika stammen, praktiziert wurde. ACHE: Erweckung der Götter. Uebernatürliche Kräfte, die die orishas an ihre Kinder weitergaben und auf Objekte übertrugen, die der Verehrung dienen. Es wird auch als Gruss benutzt und bedeutet soviel wie "Glück und Gesundheit für all meine Brüder". BABALAO: Priester der Lucumi-Religion. BABALU AYE: afrikanische Gottheit. Der Gott der Krankheiten. In den synkretistischen Praktiken der santeria wurde er zum Heiligen Lazarus. BACALAO: Betrüger, eine Person mit schlechten Absichten: " Ich erkenne dich als Bacalao, auch wenn du das versteckst". BACAN ODER BACANO: ein Kavalier; vernünftig, schlau, grosszügig, freundlich und nobel. BAILES DE CUNA: Feiern des 19. Jahrhunderts, die in den ärmlichen Vierteln der kubanischen Städte abgehalten wurden, zu denen junge Leute aus reichen Familien gingen, um den contradanza zu tanzen. BARRACON: Hütte der Skaven, die auf der Zuckerplantagen arbeiteten. EL BARRIO: Nachbarschaft, Bezeichnung eines Stadtviertels. In New York wurde der Name "el Barrio" der Begriff für Latinobezirke in der Bronx und in Harlem, in denen sich die Latinos seit 1940 konzentrierten. BATA: Kombination aus drei Heiligen Trommeln, die in den Yoruba-Ritualen benutzt wurden, um mit den Orishas zu kommunizieren. Die olobata-Trommler spielten normalerweise in einem Zustand der Bessesenheit. BEMBA: ein grosser Mund mit breiten Lippen. BEMBE: früher ein Trommelritual zu Ehren einer Yorubagottheit. Heute die Bezeichnung für ein populäres Fest. BOCHINCHE: fiktive oder reale Geschichten aus dem Barrio, die von Mund zu Mund weitererzählt wurden. Die dort genannten Personen wissen oft nichts von der Existenz dieser Geschichten. LA BOMBA: traditioneller puertoricanischer Rhythmus. BONGO:zwei kleinen Trommeln, die durch ein längliches Stück Holz zusammengehalten werden und einen helen Klang erzeugen. zwischen den Knien gehalten, spielt man es mit den Fingern und den Handinnenflächen. BORINQUEN: liebevolle Bezeichnung für Puerto Rico. CAMPANA: Instrument aus Metall mit durchdringendem Klang, ähnlich einer Kuhglocke, das mit einem Holzstab gespielt wird. CHACHACHA: einer der bekanntesten und einfachsten Rhythmen Kubas. ein traditionneller Tanzrhythmus, der auf dem Danzon basierte und durch die Charanga-Bands bekannt wurde. CHANGO: afrikanische Gottheit, Gott des Feuers, des Donners und der Männlichkeit. In der Praktiken der Santeria ist auf Kuba die Heilige Barbara und in Brasilien der Heilige Hieronimus Chango. CHARANGA: Musikgruppen, bei denen Flöte und Violinen eine Herausragende Rolle spielen. Sie bildeten sich im 18. Jahrhundert unter französischem Einfluss. Cumbia-Style: Der Cumbia-Style (auch: „Latino-Style“) ist eine Stilrichtung der lateinamerikanischen Salsa. Er wird insbesondere von den Lateinamerikanern auf dem Festland vertreten und wird daher von Chile, Perú, Ecuador, Kolumbien, Venezuela bis hoch nach Mexiko getanzt. Peruanische Emigranten haben ihn bis nach Japan exportiert. Seine Herkunft kommt aber aus Kolumbien von der ihm eng verwandten Cumbia. Charakteristisch für den Cumbia-Style ist neben dem geschlossenen Grundschritt eine offene Tanzhaltung, in der die beiden Tanzpartner seitlich in einem gekreuzten Rückschritt nebeneinander hertanzen, den sog. „laterales“. Zum Öffnen benutzt der Mann eine Frauendrehung oder einen sog. „impulso“, bei dem er die Frau einfach von sich wegschiebt. In der offenen Tanzhaltung führt der Mann meistens nur mit der linken Hand. Basisdrehung im "Cumbia-Style" ist die sog. "vuelta de seis", in der der Mann während einer Linksdrehung der Frau um sie herumläuft. Dadurch bekommen die Bewegungen einen runden und tänzerischen Charakter (und erinnern noch an die Cumbia als Kreistanz, wo der Mann um die Frau herumtanzt ohne sie dabei berühren zu dürfen). Die offene Tanzhaltung gibt viel Raum für Improvisation. Die Cumbia war ursprünglich ein Werbetanz, und so wird die Salsa auch heute noch getanzt: sinnlich, elegant und mit viel Selbstdarstellung des Mannes. Typisch sind in vielen Regionen Lateinamerikas auch die sog. "brincos", Improvisationen des Mannes, die rein aus Schritt-Techniken und Sprüngen bestehen. Die Bezeichnung "Cumbia-Style" kommt aus den USA - Lateinamerikaner selbst unterscheiden in den meisten Fällen nicht zwischen einzelnen Tanzstilen. Für sie ist der Cumbia-Style identisch mit Salsa. Zwar gibt es in den Ländern und Regionen eine Vielzahl unterschiedlicher Tanzstile und viele unterschiedliche Tanzfiguren und Drehungen, aber der Cumbia-Style zeichnet sich gerade durch seine Einfachheit und seinen integrativen Charakter aus: in ihm können doch alle irgendwie miteinander tanzen. Er hat keine ausgesprochenen Tanzschulelemente oder Show-Figuren. Der Cumbia-Style ist keine Tanzschulsalsa, man lernt ihn auf der Straße oder auf den Fiestas. In Mexiko, wo die unterschiedlichen Tanzstile von Lateinamerika und den USA aufeinanderprallen, wird der New York Style, bzw. L.A.-Style zur Unterscheidung "salsa en linea" genannt. LA CLAVE: Musikinstrument aus zwei runden hölzernen Stäben, die ungefähr 25 Zentimeter lang sind. Sie befinden sich normalerweise in Händen des Sängers oder des Chores und werden zusammengeschlagen, um den Takt zu halten: drei Schläge, Pause, zwei Schläge. COMBO: Musikgruppe mit durchschnittlich acht bis zehn Musikern. CONGA ODER TUMBADORES: wichtige Trommel der populären kubanischen Musik. Sie wird mit der Hand geschlagen, wobei der Schlag mit dem Herzschlag korrespondiert. CONJUNTO: Name der Musikgruppen, die den Son spielten. Normalerweise enthielten sie: Trompeten, Klavier, tres, Kontrabass, Congas, bongo, güiro, maracas und clave. CUATRO: Gitarre mit vier Doppelseiten, vornehmlich in Puerto Rico und Venezuela verwendet. DANZON:Genauso wie der Habanera, stammt auch der Danzón vom Contradanza und vom Danza Criolla, dem kreolischen Tanz. Er ist im 2/4-Takt geschrieben und orientiert sich am Cinquillo, einem Rhythmus dominikanischen Ursprungs. Der Cinquillo besteht aus fünf Noten, die auf nur vier Schläge verteilt werden. Der Danzón ist langsamer und rhythmischer als der Contradanza, die Partner tanzen umschlungen und sind ständig in Kontakt. Dabei bewegen sie sich kaum vom Fleck, die Pose ist der des Tangos sehr ähnlich, die Partner halten allerdings ständig Augen-kontakt. Der Aufbau des Danzón wiederholt sich ständig, der Rhythmus ist treibend, der Ein-satz von Blasinstrumenten gibt der Musik etwas Mysteriöses, was einen Kontrast ergibt. Dadurch wird der Blickkontakt und die Kommunikation über die Blicke erleichtert. Der Danzón besteht aus einer achttaktigen Einleitung, die wiederholt wird, so dass insgesamt sechzehn Takte vor dem sogenannten "Klarinetten-Part" stehen. Dann wird die Einleitung ein weiteres Mal wiederholt, dient diesmal allerdings als Brücke zum "Blech-Part". Er wird von einem Blechblasorchester, der Charanga in dem auch eine Geige zum Einsatz kommt, gespielt. Die Motive werden länger, so dass das Stück an dieser Stelle langsamer wird. Insgesamt gibt es 32 Takte, die anschließend wiederholt werden. DESCARGA: Improvisation, die von den Jazzbands kopiert und kubanissiert wurde. sehr gebräuchlich in der Salsa, wo jeder Melodie Raum zur Improvisation eingeräumt wird, normalerweise genutzt von allen Percussionsinstrumenten. ESPANGLISH: Bezeichnung für die Mischung aus "schlechtem Spanisch und noch miserablerem Englisch", das einige Latinos in den USA sprechen. GUAGUANCO: kubanischer Rhythmus, der unter den afrikanischen Sklaven entstand. ein improvisiertes Lied, das von drei handgeschlagenen Trommeln begleitet wird. Er wurde später zu einem der belibteste Paartänze. GUAJIROLA ODER GUAJIRO: kubanischer Bauer oder Bäuerin. GUAJIRA: ländliche kubanische Musik, die stark von den Spaniern beeinflusst war, was sich an den dreiseitigen kleinen Gitarre(tres) und der mündlichen Romanzentradition, die das tägliche Leben auf dem Land beschrieb, sehen lässt; claves, maracas und güiro ergänzten das tres. GUAPO: Mann ohne Furcht; zum Fürchten, bereit zum Kampf; wird auch gebraucht, um einen gutaussehenden, gutbekleideten Mann zu beschreiben. GUAYABERA: farbige Hemden mit Puffärmeln, die von einigen Musikgruppen getragen wurde; fast Emblem karibischer Folklore oder mexikanischen Tropicalismus. Güiro: aus einer Kalebasse gemachtes Instrument. das Innere der Kalebasse wird entfernt, und sie wird getrocknet. Eine Reihe von schmalen und breiten horizontalen Linien werden in die Schale geschnitten, es wird mit der linken Hand gehalten und mit einem Holzstab darübergekratzt. Jibara: ländliche Musik aus Puerto Rico. Jibaro: heute allgemeine Bezeichnung für einen Puertoricaner, nicht zu verwechseln mit einem illegalen Drogenhändler. KUBANISCHE STIL: Der Kubanische Stil bezeichnet einen Tanzstil der Salsa, auch "Casino" oder "De la calle" (= span.: Straßen-)Stil genannt. Die unterschiedlichen Benennungen sollen bereits auf die Herkunft der kubanischen Salsa hinweisen: sie war sowohl in den vornehmen Casinos und Cabarets Havannas zu Hause als auch in den barrios und den ländlichen Gebieten der Insel. Dabei steht die kubanische Salsa in dem Dilemma, dass es in den 70er Jahren, als die Salsa entstand, schon keine Casinos und Cabarets in Kuba mehr gab. Diese wurden überwiegend von der kubanischen Oberschicht und den US-amerikanischen Touristen besucht und nach der kubanischen Revolution 1959 abgeschafft. Von daher lässt sich zwischen einem kubanischen "Casino-" oder einem "De la Calle-Stil" nicht unterscheiden. Die kubanische Salsa wirkt eher spielerisch, rhythmisch und lebendig und hat keine klare Ausrichtung. Sie ist gewissermaßen "hemdsärmlig" und wenig reglementiert. Dennoch gibt es für die verschiedenen, teilweise äußerst komplizierten und verwirrenden Figuren diverse Grundschritt-Kombinationen, die beherrscht werden müssen, um diese Figuren korrekt ausführen zu können. Im Gegensatz zu den US-amerikanischen Stilen New York Style und L.A. Style beginnt der Mann mit dem rechten Fuß. Das wesentliche Merkmal des kubanischen Stils sind die Drehungen des Tanzpaares um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Außerdem wird die Frau vom Partner fast nie losgelassen, was ihr relativ wenig Freiraum für eigene Interpretationen im Tanz lässt. Die normalen Tanzschritte beginnen auf dem ersten Schlag des Taktes: 1,2,3,-,5,6,7,-. Der 4. und 8. Schlag bestehen aus einer Pause, in die manchmal ein Tap gesetzt wird, der aber oft für den Betrachter, gerade bei sehr schnellen Stücken, kaum sichtbar ist und der Akzentuierung des Tanzrhythmus dient. Die Schritte können aber auch auf dem 2. oder der 3. Taktschlag beginnen (siehe unten). Getanzt werden die Schritte entweder vor und zurück, besonders bei Europäern und Nord-Amerikanern, oder zur Seite hin, besonders bei Lateinamerikanern. In letzterem Fall werden die Schritte auch zusätzlich nach hinten getanzt. Der kubanische Stil und der New-York-Stil, bzw. Puerto-Rico-Stil werden in der US-amerikanischen und europäischen Salsa-Szene oft als Konkurrenz empfunden. Die Folge kann sein, dass ihre jeweiligen Vertreter beim gemeinsamen Tanz nur schwer zurechtkommen. LATIN-JAZZ: afrokubanische Rhythmen, die von Jazzbands mit kubanischen Percussionsinstrumenten gespielt werden. LOS ANGELES STYLE: Der Los Angeles Style, entstanden zwischen 1995 und 2000, ist ein Salsa-Tanzstil. Häufig wird er als L.A. Style abgekürzt. Als Erfinder gelten die Brüder Luis, Francisco und Jonny Vazquez. Noch mehr als der Salsa New York Style enthält er choreographische Elemente und Showfiguren, was ihn insbesondere bei Kinoproduktionen, Wettbewerben und Tanzturnieren beliebt macht. Er ist temperamentvoller und wird immer „auf 1“ getanzt. Inzwischen ist der L.A. Style auch innerhalb der Amateurszene beliebt geworden und wird häufig auf Salsapartys getanzt, dabei haben sich führbare gegenüber choreographischen Elementen durchgesetzt. In Kontinental-Europa beziehen sich die meisten Tanzschulen auf diesen Stil. Wichtige Vertreter dieses Tanzstils sind die Tänzer Edie und Al Espinoza, Alex da Silva, Josie Neglia und Melissa Fernandez. Mambo: ursprünglich ein Santeropriester. Später benutzt für den Rhythmus, der in Kuba von Orestes Lopez geschaffen und von Damasco Perez Prado weiterentwickelt wurde. Ebenfalls gebräuchlich für das simultane Einsetzen der Instrumente in der Mitte oder fast am Ende eines Stückes, besonders dann, wenn die Saxophone den Trompeten entgegenlaufen. Maracas: Musikinstrumente ursprünglich aus kleinen Steinchen oder Metallstückchen gefüllt, und ein Stab zum halten wird befestigt. Heutzutage sie aus allen möglichen Materialien, wie Plastik oder Leder, hergestellt. Montuno: vom Wort "monte" abgeleitet bezeichnet es die Landschaft, speziell im Osten Kubas. Zwischen 1920 und 1930 begannen die Son-Gruppen einen zweiten Teil, der montuno genannt wurde, in ihre Arrangements einzubauen. Das bedeutete, dass die Melodie zugunsten des Rhythmus in den Hintergrund trat. Heute spielt dieser Teil in den meisten Arrangements eine wichtige Rolle. Niuyorrican: die zweite Generation Puertoricaner, die in New York geboren wurden. Obatala: afrikanischer Schöpfergott. In der Santeria auch durch unsere Barmherzige Mutter Gottes symbolisiert. Ochun: afrikanische Gottheit. Gott des Metalls und des Krieges. In der santeria der Heilige Petrus. Olofi: höchste Gottheit der Yoruba Religion. Orishas: afrikanische Götter oder Mächte. Puerto Rican Style: Der Puerto Rican Style wird auf Spanisch auch „salsa puertorriqueña“ genannt. Grundschritt und Tanzfiguren entsprechen dem New York Style, er wird insgesamt aber offener getanzt. Die Partner präsentieren sich hier voreinander wirkungsvoll durch ausgefeilte Schrittkombinationen. Puerto-ricanische Tänzer tanzen weniger punktsymmetrisch und brauchen bei ihren Figuren oft mehr Platz. Ein wichtiger Vertreter dieses Tanzstils ist Felipe Polanco. Pachanga: Rhythmus afrikanischen Ursprungs, der vorwiegend in New York Mitte der sechziger Jahre gespielt wurde. *La Plena*: typischer Rhythmus aus Puerto Rico. Rumba: während der Kolonialzeit auf Kuba ein beliebter Rhythmus und Tanz mit afrikanischen Einflüssen. Später wurde der Begriff für verschiedene musikalische Rhythmen, die auf Kuba enstanden, verwendet. Heute ist eine Rumba eine Feier, die auf der Salsamusik gespielt wird. Rumbero: eine Person, die ohne zu tanzen nicht leben kann. RUEDA DE CASINO: Rueda de casino ist ein lateinamerikanischer Gruppentanz, der im Allgemeinen zu Salsa-Musik getanzt wird. Er ist für sechs bis zehn Paare ideal, kann aber auch mit weniger (sogar mit nur zwei) und mehr Paaren getanzt werden. Übersetzt bedeutet Rueda Rad. Der Name rührt daher, dass alle beteiligten Paare einen Kreis bilden, wobei sie jeweils synchron die gleichen Figuren tanzen. Bedingt durch Partnerwechsel, die jeweils zu den getanzten Figuren gehören, dreht sich die Rueda bzw. das Rad. Wie bei einem Rad ist eine Hauptorientierung aller TänzerInnen die Mitte, als die Achse, des Rades. Eine Person macht dabei den Cantante (engl. Caller), den Ansager. Er bestimmt, welche Figur als nächstes getanzt wird und sagt das Kommando für die Figur für alle Beteiligten laut an. Lediglich wird auch Handzeichen benutzt, besonders wenn es zu laut ist, gesprochene Kommandos klar zu hören. Rueda kommt ursprünglich aus Kuba. Die Figuren sind im Gegensatz z. B. zu Squaredance oder Rounddance, bei denen ebenfalls zu Kommandos getanzt wird, in der Regel nicht normiert, so dass die Rueda Gruppen verschiedener Lehrer nicht leicht zusammen tanzen können. Z.Z. setzt sich deshalb zusehends Rueda Miami Style in vielen Tanzschulen durch, bei der die Figuren und Kommandos festgelegt sind. Auch wenn der Name "Miami Style" auf Nordamerika verweist, bleibt Rueda ursprünglich kubanisch. Rueda Miami Style wirkt insgesamt eleganter als die traditionelle Rueda und hat als ein wichtiges Stilelement die Damendrehung auf 1,2,3 statt auf 5,6,7. Sandunga: gebildet einerseits aus dem andalusischen "sa", dem Wort für Salz und "ndungu", dem afrikanischen Wort für schwarzem Pfeffer. Salz und Pfeffer sind das symbolische Zwillingspaar der kubanischen Musik. Salsoteca: eine Art Discothek, in der Salsa- und afrokubanische Musik gespielt wird. Santeria: der wichtigste der afrokubanisch-katholischen Kulte, entstanden aus der Religion der Yoruba. Zeremonien und Riten, in denen sich die afrikanischen Gottheiten mit dem katholischen Gott und den katholischen Heiligen synkretistisch vermischt haben. Santero(a): Priester der Yoruba-religion oder des Santeriakultes. Saoco: Geschmack. Das Gefühl, das jemand benötigt, um karibische Musik spielen zu können. Son: typische kubanische Tanzmusik, die gegen Ende des 19. und zu Anfang des 20.Jahrhunderts entwickelt wurde in der Balance aus europäischen und afrikanischen Einflüssen. Soneo: die schwierige Kunst, die jeder Sänger der afrokaribischen und Latino- Musik beherrschen sollte, nämlich Rhythmusgefühl, Improvisationsgabe, Taktgefühl und einen eigenen Stil, der es dem Sänger ermöglicht, problemlos mit dem Chor und den Instrumenten zu interagieren. Swing: rhythmische Jazzvariante, die besonders zwischen 1940 und 1945 in Mode war; später verwendet für alle kraftvollen und erfolgreichen Interpretationen von afrokubanischer Musik: " ein Rhythmus mit viel Swing". Timbales: Trommeln mit einer zylindrischen Metallbasis, die mit Schlagzeugstöcken gespielt werden. Normalerweise begleitet von zwei Glocken, wobei die eine länger als die andere ist. Tiple: sehr weich klingende Gitarre, die heute zumeist mit traditioneller kolumbianischer Musik assoziiert wird. Tres: kleine Gitarre mit drei Saiten, am häufigsten gebraucht in Kuba. Tumbadoras: ein Meter hohe zylindrische Trommeln, bespannt mit einer gestreckten, absolut glatten Ziegenhaut. Sie wurden in die Son-Musik von Arsenio Rodriguez Ende der dreissiger Jahre eingeführt. Vacunao: plötzliche Bewegung des Tänzers beim guaguanco, bei der symbolisch sexueller Kontakt mit dem Partner dargestellt wird. Yemaya: afrikanische Gottheit. Göttin des Meeres und der Mutterschaft. In der santeria represäntiert durch Heilige von Regla. Yores, Yores Estaites: New York. Zapateo: ländlicher kubanischer Tanz des 18. und 19. Jahrhunderts, stark beeinflusst von den Spaniern. 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